Karl May Reiseromane       Goethe Bildungsromane
Impressum | Datenschutz

Im Lande des Mahdi III

Im Lande des Mahdi III
Aufgehängt
Gerechte Vergeltung
Thut wohl Denen, die Euch hassen
Die letzte Sklavenjagd
Nachwort
 
 

Aufgehängt 

vorsichtig dem Kopfe, bereit, demselben nötigenfalls noch zwei schnelle Kugeln zu geben. Es war nicht nötig. Wie sich später zeigte, waren die beiden ersten direkt in das Gehirn gedrungen und hatten das Ungeheuer augenblicklich und vollständig gelähmt; es war tot.
 
Jetzt sah ich mich um. Mehrere Tote und Gequetschte lagen hier und dort an der Erde, sonst war niemand zu sehen; aber im Innern der Tokuls hörte ich Stimmen. Ich begab mich zum größten, trat in den Eingang und fragte:
 
»Agadi, bist du noch hier?«
 
»Ja, Effendi,« antwortete er. »O Allah, welch ein Schreck kommt über die Erde!«
 
»Bist du noch gebunden?«
 
»Ja, Ich hänge hier am Pfosten.«
 
»Sind noch andere hier?«
 
»Eine ganze Menge.«
 
»Ich werde dich abschneiden.«
 
Seine Stimme sagte mir, wohin ich mich zu wenden hatte.
 
Ich stieg zwischen, auf und über Menschen hinweg, welche ich nicht sah, und die sich dies ruhig gefallen ließen, schnitt ihn los, machte auch seine Hände frei und zog ihn dann hinaus auf den Platz. Wir waren, außer den Toten und Verwundeten, die einzigen Menschen draußen; die andern waren von der Angst in die Hütten getrieben worden. Als er das Tier liegen sah, schlug er die Hände zusammen und rief aus:
 
»Da liegt das Ungetüm, bei Allah, da liegt es! Ist es denn wirklich tot?«
 
»Ja, ich habe es erschossen.«
 
Ehe er antworten konnte, ertönte hinter der Tierleiche der laute Ruf:
 
 
Seiten
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52  53  54  55  56  57  58  59  60  61  62  63  64