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Aufgehängt
selben einen Weg durch die Schlinggewächse des Waldes zu bahnen, und alten, langen Flinten, mit denen diese Leute aber, wie ich später sah, sehr gut umzugehen verstanden. Die Ochsen waren stark und sehr gut genährt, von feinern Formen und Linien als die unserigen. Ihre Augen blickten nicht stier, sondern klug und verständig, und es kam auch während unsers Zuges kein einziger Fall von Starrnackigkeit vor, wie man sie bei unsern Stieren so oft beobachtet. Ich fand ihren Gang leicht und gewandt. Derjenige, den ich später ritt, gehorchte dem leisesten Drucke, ertrug alle Anstrengung, ohne zu ermüden, und war mir nicht ein einziges Mal ungehorsam.
Es waren weit über vierhundert solcher Tiere da. Die Lastochsen trugen an jeder Seite entweder einen Bastkorb, oder einen großen, thönernen Krug. Die Körbe waren zur Aufnahme der festen Gegenstände bestimmt, während in den Krügen das Trinkwasser transportiert werden sollte, da das Wasser der Sümpfe, an denen unser Weg vorüberführen sollte, nicht zu genießen war. Die für die vornehmern Personen bestimmten Reitochsen trugen eine Art Sattel und, wie auch alle übrigen, in der Nase zwei Ringe, an denen die Zügel befestigt waren.
Der Häuptling hielt an seine Leute eine Rede, welche ich leider nicht verstand. Wie mir der Dolmetscher sagte, hatte er ihnen die Gründe, die Richtung und den Zweck unsers Zuges mitgeteilt und sie zur Tapferkeit aufgefordert. Sie antworteten mit einem Geschrei, welches jedenfalls den Sinn unseres Vivat oder Hurra haben sollte. Dann ließ er sie an mir erst vorüberziehen und nachher vorüberreiten. Das sollte eine Parade sein, doch warteten sie noch auf einen >alten Dessauer<, von welchem sie den Gleichschritt lernen konnten. Was ihnen in dieser Beziehung mangelte, das ersetzten sie vollständig durch die
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